Novalis-Preisträger

2016
erhielten zwei Preisträger die Auszeichnung: Dr. Alexandrea Besson, Université de Lorraine, in Anerkennung ihrer Dissertation Novalis et la théologie négative. Le gouffre et le rêve dans le romantisme européen (Diss. Nancy 2015) und Dr. Johannes Schlegel, Seminar für Englische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen, für seine Dissertation Anthropologie und Medialität des Bösen bei Blake, Hogg und Byron (Diss. Göttingen 2014).

Die anglistische Studie von Johannes Schlegel zeigt anhand ausgewählter Werke von William Blake, James Hogg und Lord Byron den Erkenntniswert der britischen romantischen Literatur im Hinblick auf die gesellschaftliche Frage nach dem Bösen auf. 

Alexandra Besson rekonstruiert in ihrer Dissertation den gesamten religiösen Hintergrund von Friedrich von Hardenbergs Denken und konstelliert die Entwicklung des Werkes im Spannungsfeld zwischen Religion, Philosophie und Poesie.


2014 ging der Novalis-Preis an Dr. Dorit Messlin, Max-Weber-Kolleg Universität Erfurt, für ihre Arbeit Antike  und Moderne. Friedrich Schlegels Poetik, Philosophie und Lebenskunst (Berlin/New York 2011).

Die Studie von Dorit Messlin ist eine Gesamtdarstellung zu Leben und Werk Friedrich Schlegels, theoretischer Kopf der Romantik und einer ihrer schillerndsten Protagonisten. Gegenläufig zum Trend der Forschung deutet sie die Genese romantischen Denkens aus antiken Traditionen und korrigiert damit die einseitige Verortung der philosophischen Romantik in transzendentalphilosophischen Begründungszusammenhängen. Dabei werden vor allem ethische, normative, soziopolitische und religiöse Aspekte als initiierende Faktoren der Frühromantik in den Mittelpunkt gestellt, diskursgeschichtlich kontextualisiert und für aktuelle Fragestellungen fruchtbar gemacht.