Die Europa-Idee von Novalis um 1800.
Antike-Rezeption zwischen Mythos und Utopie



30. Oktober 2015 bis 13. November 2016

Zu Lebzeiten des frühromantischen Dichters Friedrich von Hardenberg (Novalis) steckte die klassische Archäologie noch in den Kinderschuhen. Johann Joachim Winckelmann hatte einige Jahre zuvor erste beschreibende und stilkritische Betrachtungen antiker künstlerischer Zeugnisse publiziert. In Kenntnis seiner Schriften und der antiken Literatur galt den jungen Romantikern Griechenland als Mutterland der Demokratie und damit Europas. Bei Novalis führte die Auseinandersetzung mit dem Altertum zur Vision eines friedlichen Miteinanders aller Menschen und Religionen in Europa.

In der Themenausstellung waren seltene Exponate (darunter römische Skulpturen und eine griechische Vase) ausgestellt, die Novalis vor über 200 Jahren bei einem Besuch der Dresdner Antikengalerie gesehen haben muss.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Foto © Sabine Ullrich