Über die Natur des Lichts - Die Farbe Blau in der Romantik um 1800


Die Sonderausstellung 2013 vermittelte anschaulich, in welchem spannenden wissensgeschichtlichen Kontext sich die Motive Blau und Blaue Blume aus der Erforschung des Lichts heraus kristallisierten und seither immer aufs Neue in Dichtung und Kunst thematisiert wurden.

Es wurden Installationen zum Licht und astronomische Instrumente der herzoglichen Sammlung Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und dem Deutschen Museum München präsentiert, um die Erforschung des Lichts um 1800 vorzustellen.
 
Historische blaue und rote Farbstoffe aus der historischen Farbstoffsammlung der TU Dresden und von Dr. Herrmann Fischer (Sankt Andreasberg) vermittelten Einblicke in die Färbekunst um 1800. Ähnliches zeigten auch Leihgaben aus Gotha. Aus der Bergakademie Freiberg waren blaue Minerale zu sehen, die beispielhaft für die natürliche Vielfalt von Blau standen. Die Farbe Blau spielt in Wissenschaft und Kultur seit der Antike bis zu den modernen Farbstoffen des 19. Jahrhunderts sowie in der Kunst eine wesentlichen Rolle.

Wie Wissenschaften und Künste, Forscherdrang und ewige Sehnsucht der Menschheit nach Liebe, Frieden und Harmonie zwei Mythen - die des Lichtes und der Farbe Blau - tradierten, sie rational durchleuchteten und wie sie dennoch mit unverminderter Faszination auf Maler, Dichter und Musiker seit der Romantik wirken - darauf warf die Kabinettausstellung ein (bescheidenes) Licht.

Installation von Andreas Richter (Dobis)